Ausschnitt “mémoiren eines echonebels” (in Arbeit)
Ausschnitt “mémoiren eines echonebels” (in Arbeit)
Mit den Ohren sieht man besser
Der Berliner Komponist Martin Daske macht aus Noten Skulpturen. Aber
wie spielt man seine "Folianten"?
(Tagesspiegel, 22.5.2009)
Wer wissen wollte, wer oder was Klangschürfer sind, bei Rainer Rudloff
und Martin Daske richtig. Schauspieler Rudloff las aus Tolkiens “Herr der
Ringe” und ließ Hobbit Frodo Beutlin und seine Freunde lebendig werden.
Daske fischte aus dem Innenleben seines Pianos die dazu passenden
Klänge - herrlich! (Märkische Allgemeine Zeitung)
“Dem, was Martin Daske und Janne Saksala am 13.3.2001 im BKA -
Theater geboten haben, gebührt alle Achtung! Es war kein elektro-
akustischer technischer Schnick-Schnack nur des modernen Schnick-
Schnacks wegen, sondern pure, sich im Schallraum entwickelnde Musik
ganz im Sinn C.G.Jungs Definition, daß erst die faßbare ... “Form der
Energie die Qualität gibt.”” Witold Szalonek
„Ein atemberaubendes Hörerlebnis. - Daske und Rudloff
scheinen besessen zu sein, wenn es darum geht, die perfekte Illusion zu
erzeugen. Und das zahlt sich aus, denn ihr Live-Hörspiel ist großartiges
Kopf-Kino.”
(Allgäuer Zeitung)
„Untermalt wurde das ganze von Martin Daske am Flügel. Schauriges
Quietschen, ein Knirschen, das durch Mark und Bein geht, mystisch-
melodiöse Klänge – so ließ das Duo die Reise der Hobbits zum
Schicksalsberg im Lande Mordor und die entscheidende Schlacht vor den
Toren von Minas Tirith lebendig werden.“ (WAZ)
Wohlfühlklänge
Wer hat vom Geräusch genascht? „Die Klangschlürfer“ (WDR)
"Daraus resultiert einer der seltenen Glücksfälle, dass ein Hörspiel im
Sinne des Wortes entsteht, radiophone Kunst, die mit Klängen keine
Querverweise auf die visuelle Realität bildet, sondern allein aus dem
eignen Kosmos schöpft. Abseits breitgetretener pädagogischer Pfade
geraten Kinder, die am frühen Maimorgen das Radio einschalten, in eine
Schule des Hörens. Und genauso unbemerkt und unbeschwert erhalten sie
ihre erste Lektion in akustischer Ökologie. Der Feldbach hinterm Haus, das
Zischen der Sprudelflasche in der Wüstenglut,
das Rascheln des Kopfkissens: auch Geräusche, so ist zu erfahren,
fördern das Wohlbefinden. Das ist die eigentliche Überraschung, die das
Hörspiel bereithält, wenngleich Dokt.Ohr Egidia belehrt, daß Geräusche
allein nicht glücklich machen. Er hat ihr eindrucksvoll vorgeführt, daß es
beides tatsächlich gibt: Lärmverschmutzung und Wohlfühlklänge.
Die Schule des Hörens hat damit freilich erst begonnen, denn wenn die
Saat von Daske und Rudloff aufgeht, werden die jungen Radiohörer den
ersten Mai damit verbringen, Wasserhähne aufzudrehen, auf Sofas zu
hüpfen, Kieselsteine zu werfen, und prüfen, ob die Dinge auch wirklich so
klingen, wie sie sollten."
Rezension des Hörspiels „Die Klangschlürfer“ (Auszug), Markus Collalti
(FAZ)